Verkehrsunfall

Am häufigs­ten beginnt mei­ne Arbeit nach ei­nem Unfall: Ich be­ra­te Sie bezüglich Ih­rer Stellungnah­me zu dem Unfallge­schehen, damit Sie sich nicht in widersprüc­hl­i­che Aus­sa­gen zu ver­stri­cken. Das hilft Ihnen, feh­lerhafte Schuld­ein­ge­ständnis­se zu vermei­den und Haf­tungs­fra­gen zu beach­ten. Sie schät­zen rea­listisch ein, wel­che Schadens­er­satz­ansprüc­he Ihnen zu­stehen und wie Sie die­se gegenüber Ih­rer Versi­cherung durch­set­zen können.

Die Erfahrung zeigt: Unfallge­schädigte, die anwaltlich vertre­ten wer­den, erzie­len regelmäßig ei­nen deutlich höhe­ren Schadens­er­satz als Ge­schädigte, die die Regulierung selbst in die Hand nehmen.

Mögli­che An­sprüc­he wer­den erst durch kompe­tente Rechtsvertre­tung sichtbar. Oder hät­ten Sie gewusst, dass Ihnen nach ei­nem nicht ver­schulde­ten Unfall mit Personenschaden zum Bei­spiel Haushaltsführungs­kos­ten zu­stehen?

Im Falle ei­nes Unfalls sind Sie auf sich allein ge­stellt. Beach­ten Sie folgen­de Punkte:

  • Die Unfallstelle sichern, sofort die Polizei verständigen und den Unfallort u. Unfallhergang so genau wie möglich beschreiben.
  • Kühlen Kopf bewahren! Nicht vom Unfallgegner beeinflussen o. einschüchtern lassen.
  • Keine spontanen Schuldanerkenntnisse abgeben!
  • Nichts verändern, bevor die Polizei eintrifft. Die Unfallstelle fotografieren, wenn möglich. Wird doch etwas bewegt, Skizze anfertigen.
  • Unfallbericht ausfüllen. Am besten Ausdrucken und immer im Handschuhfach mitführen. Falls Sie den Unfallbericht nicht zur Hand haben, notieren Sie den Namen des Fahrers (Führerschein) und den des Kfz-Halters (Fahrzeugschein), das amtliche Kennzeichen sowie die Versicherungsgesellschaft und Versicherungsnummer des Unfallgegners.
  • Überprüfen Sie das Protokoll der Polizei, korrigieren Sie Unstimmigkeiten und falsche Sachverhalte. Prüfen Sie vor dem Unterschreiben, ob Sie als Unfallverursacher von der Polizei eingestuft wurden, dann sollten Sie jede Unterschrift verweigern!
  • Lassen Sie sich vor Ort nicht durch unseriöse »Unfallhelfer« beeinflussen. Nehmen Sie keine vermeintlich kostenlosen, in Wahrheit aber überteuerten Dienstleistungen in Anspruch, welche der Versicherer des Schädigers nicht ersetzen muss. Lassen Sie sich nach dem Unfall besser anwaltlich beraten und verweisen Sie hierauf am Unfallort.
  • Wenn Sie nach dem Unfall von der gegnerischen Haftpflichtversicherung angeschrieben werden, lassen Sie sich auch von dieser nicht beeinflussen! Treffen Sie keine Vereinbarungen mit der Versicherung zum Beispiel über die Wahl der Werkstatt, die Einschaltung eines Sachverständigen oder anderes, bevor Sie nicht anwaltlich beraten bzw. vertreten sind.
  • Wenn die Versicherung bei Ihnen anruft oder sonst Kontakt mit Ihnen aufnimmt: Treffen Sie auch hier keine Vereinbarungen mit der Versicherung. Verweisen Sie die Versicherung einfach an mich!