Ihre Ansprüche bei Verletzungen

Bei ei­ner Ver­letzung durch den Verkehrs­unfall ha­ben Sie An­spruch auf Schmer­zensgeld, Er­satz Ih­res Ver­diens­t­ausfalls bzw. des Erwerbsschadens und Er­satz der Heilbehandlungs­kos­ten, soweit die Krankenversi­cherung nicht eintritt. Auch vermehr­te Bedürfnis­se, wie die Kos­ten ei­ner Kurbehandlung, Um­schulungs­maßnah­men, or­thopädi­sche Hilfsmit­tel oder ein »Haushaltsführungs­schaden« sind zu erset­zen. Im Fall der Tö­tung ei­nes nahen Angehörigen ha­ben die Hin­terbliebe­nen ne­ben dem Er­satz der Be­erdigungs­kos­ten An­spruch auf Über­nah­me der Un­terhaltsver­pf­lich­tun­gen des Getöte­ten. Un­ter be­stimm­ten Vor­aus­setzun­gen kann auch der Scho­ck, der durch den Unfalltod des Angehörigen herbeigeführt wird, An­sprüc­he be­grün­den.

 
Der bei Verkehrs­unfäl­len am häufigs­ten vorkommen­de Personenschaden ist das soge­nannte »Hals­wirbel­säulen-Syndrom«, auch »Schleudertrauma« ge­nannt. Ursa­che dieses mit erhebli­chen Na­cken- und Kopfschmer­zen ver­bun­denen Krankheits­bildes ist ei­ne Überdeh­nung der Hals­wirbel­säule als Folge ei­nes Zu­sammen­stoßes mit ei­nem an­de­ren Fahrzeug. Das Besonde­re an die­ser Ver­letzung ist, dass die Schmer­zen nicht sofort nach dem Unfall, sondern erst bis zu 24 Stun­den spä­ter auf­tre­ten. Un­ter­schieden wer­den Ver­letzun­gen 1. bis 3. Grades. Bei ei­nem einfa­chen HWS-Syndrom mit ei­ner Arbeits­unfähigkeit von etwa 2 Wo­chen bewegt sich ein angemessenes Schmer­zensgeld zwi­schen 300 und 500 Eu­ro.