Pflichtteilsrecht

Im deut­schen Er­brecht spielt das Pf­licht­teilsrecht ei­ne große Rolle. Es ist nahezu nicht ent­ziehbar.

testamSelbst derjenige, der durch großzügige Schenkun­gen in Dritte versucht, sein Vermögen vor dem Erbfall des Pf­licht­teilsbe­rechtig­ten in Si­cherheit zu brin­gen, wird in der Regel scheitern. Für diesen Fall hat der Gesetzgeber den soge­nann­ten Pf­licht­teil­ergänzungs­an­spruch erdacht, wel­cher letzt­endlich zu ei­nem Rückgriff auf den Be­schenk­ten füh­ren kann. Die Gefah­ren, dass das ein Le­ben lang er­arbeite­te Vermögen in fal­sche Hän­de gerät, sind groß. Aber es gibt eben auch viele Möglichkei­ten, durch über­legte Ge­stal­tung die Wei­chen nach Wunsch zu stel­len.

Das Berli­ner Tes­tament, nach­dem die Ehegat­ten sich ge­gen­seitig be­er­ben und das Kind oder die Kin­der erst nach dem län­ger Leben­den al­les er­ben sol­len, wird von den Kindern oft nicht akzep­tiert. Sie verlan­gen den Pf­licht­teil. Die Alternative, Regelung über ei­ne Vor­erb­schaft und ei­ne Na­ch­erb­schaft, bindet wieder­um den Ehegat­ten einschnei­dend und verhindert auch nicht die Forde­rung nach dem Pf­licht­teil.